Katharina – Krankenpflegerin im Ambulatorium

Katharina ist Diplomierte Psychiatrische Krankenpflegerin im ambulatorium suchthilfe wien. Die PatientInnen kommen zum Anamnese Gespräch u.a. zu ihr. Und dort gibt es viel abzuklären: die Hintergründe des Besuches, psychische und physische Krankheiten, der Konsum von Suchtmitteln, Erfahrungen mit Substitution. Oftmals ist es auch wichtig, den Unterschied zwischen Entzug und Substitution zu erklären. Ebenso wichtig ist der Versicherungsanspruch der/des PatientIn. Denn der ist ausschlaggebend für die Breite des Behandlungsangebotes. Dafür arbeitet Katharina eng mit den SozialarbeiterInnen zusammen.

„Für viele ist es nicht realistisch unmittelbar einen Entzug zu schaffen“, sagt Katharina. Ein Entzug bedeutet oft wochen– oder monatelang auf einer Station zu sein. Man braucht dafür ein stabiles Umfeld und gerade das haben viele PatientInnen nicht. „Wenn alles andere Baustelle ist, wenn man auf der Straße lebt und kein gesichertes soziales Netz hat, dann ist es schwer einen Entzug erfolgreich abzuschließen.“

Besonders für suchtkranke Schwangere ist eine intensive und engmaschige Betreuung extrem wichtig. Und dafür ist Katharina, die sich bereits in ihrer Ausbildung auf Substitution und Schwangerschaft spezialisiert hat, da. Sie arbeitet sehr eng mit der Frauenärztin zusammen. Wenn eine ihrer Patientinnen Schwierigkeiten hat, dann ruft Katharina sie immer wieder an und unterstützt, damit wichtige Kontrolltermine eingehalten werden können.

Katharina kümmert sich außerdem, dass Vorbereitungen für die Geburt getroffen werden können und vermittelt die Patientinnen in die geeigneten Krankenhäuser und Stellen. „Das alles ist wichtig, damit Mutter und Kind vor und nach der Geburt bestmöglich versorgt sind“, sagt Katharina.

Katharina selbst ist ganz wichtig, dass sie den PatientInnen auf gleicher Augenhöhe begegnet, denn nur dann ist ein gemeinsames Arbeiten möglich. Auch wenn Menschen suchtkrank sind, nehmen sie, wie wir alle, natürlich wahr, ob man ihnen empathisch begegnet und ob man sie ernst nimmt. Und das genau das – auf Augenhöhe und mit Respekt – ist ganz wichtig.